Heutzutage eine Litanei Mozarts im Rahmen einer katholischen Messe zu hören kommt einer absoluten Rarität gleich.
Grundsätzlich ist eine Litanei ein Gebet, im Falle der Lauretanischen Litanei ein Gebet an die Jungfrau Maria („Beate Vergine Maria)“) mit dem Inhalt: Königin der Familien, Gesundheit der Kranken, Zuflucht der Sünder, etc., wie sie erstmals 1531 in Loreto (Italien) bezeugt ist und 1601 von Papst Clemens VIII. ausdrücklich für den gottesdienstlichen Gebrauch zugelassen wurde.
W.A.Mozart komponierte in seiner Salzburger Zeit vier Litaneien, wovon die „Lauretanische Litanei B.V.M.“ KV 195 seine dritte ist, entstanden im Frühjahr 1774 nach einer Italienreise.
Die Franziskanerkirche als Marienkirche der Salzburger Altstadt ist für mich ein prädestinierter Ort für Aufführungen marienbezogener Musik, und da wiederum besonders jener von Wolfgang Amadeus Mozart.
Um die fünf Teile der Litanei: Kyrie – Sancta Maria – Salus infirmorum – Regina angelorum – Agnus Dei sinnvoll in den musikalischen Ablauf einer Messe („Ordinarium“) einzubauen, habe ich diese mit den Teilen: Gloria – Credo – Sanctus der Missa brevis in D, KV 194 kombiniert. Dadurch wird es möglich, nicht mehr in Gebrauch befindliche geistliche Musik W.A.Mozarts wie seine Litaneien, wiederzubeleben und sinnvoll in den Meßablauf zu integrieren.
Natürlich machen wir das nur unter der Voraussetzung, dass sämtliche 18 Messen Mozarts ohnehin fixer Bestandteil unseres ständig praktizierten Repertoires sind! Chor, Orchester und Solisten bereiten sich seit Wochen mit großer Freude und großem Engagement auf dieses Ereignis vor. Auch in den Ferien wird weiterhin mit Ehrgeiz, Leidenschaft und Hingabe geprobt…
Wenn Sie nicht ohnehin schon zum großen Kreis unserer Freunde und regelmäßigen Kirchenbesucher zählen, wäre das ein Anlaß, am Sonntag 22.Februar 2025 um 9.00 Uhr zum Hochamt in unsere Franziskanerkirche in Salzburg zu kommen!
Bernhard Gfrerer